Die Architektur der Zisterzienser

Lapidarium im KonversenhausBildansicht vergrößernFundstücke im Lapidarium

Ort: Konversenhaus, Erdgeschoss

Die Architektur von Kloster Altzelle war seinerzeit fortschrittlich und modern. An der Schwelle zwischen Romanik und Gotik orientierten sich die Bauherren bereits früh an der gotischen Formensprache. Tonangebend waren die Regeln der Zisterzienser, die Schönheit nicht über Prunk definierten, sondern über die Harmonie der Proportionen, über Einfachheit und Zweckmäßigkeit. Schmucksteine oder Ornamente setzten die Zisterzienser nur sparsam, dafür aber pointierend ein. Maßgebend war aber auch der Einfluss der Herren von Wettin. Von ihren Reisen mit Kaiser Barbarossa, einer der prägendsten Figuren im späten Mittelalter, brachten sie Ideen und Inspirationen aus dem Mittelmeerraum mit nach Altzella. Der auffällige "Hakenschnitt" über dem südlichen Tor im ehemaligen Kirchengiebel weist auf diese Einflüsse hin.

Eine Sammlung von Architekturfundstücken gibt Zeugnis vom heute "unsichtbaren Kloster".

 

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