Geschichte des Zisterzienserordens

Die ersten christlichen Mönche lebten allein, bevor sich im 5. Jahrhundert Klöster mit festen Regeln entwickelten. Im Jahre 1098 entstand der Reformorden der Zisterzienser. Der Name wird von der Mutterabtei Citeaux in Burgund abgeleitet. Die Zisterzienser lebten nach der Regel des heiligen Benedikt (480-547) in seiner ursprünglichen und reinen Form. Damit knüpften sie an die strengen Grundsätze des benediktinischen Mönchstums wieder an.

 

Die Grundpfeiler der Benediktregel sind:

Opus Dei - Gottesdienst

Lectio Divina - Geistliche Lesung

Labor Manuum - Handarbeit

 

Die Ordensverfassung regelt die Organisation des Ordens. Sie beschreibt unter anderem die Gleichheit aller Brüder und die Ausrichtung des klösterlichen Lebens nach den Normen des Klosters Citeaux.

Außerdem wurde festgelegt, dass jedes Kloster nach dem Prinzip der Filiation (lat.: filia - Tochter) selbständige Tochterklöster gründen kann. Jährlich eine Visitation der Tochterklöster durch das Mutterkloster wurde festgeschrieben sowie auch das jährliche Abhalten eines Generalkapitels in Citeaux, an dem der Abt teilnehmen musste. Der Orden breitete sich in mehreren Filiationslinien nach dem Prinzip des Mutter-Tochter-Verhältnisses über ganz Europa aus.

Die Primarabteien nach Citeaux sind:

 

-La Ferté (1113)

-Pontigny (1114)

-Clairveaux (1115)

-Morimond (1115)

 

Man unterschied zwei Arten von Mönchen: Die Chormönche, die zu den Stundengebeten verpflichtet waren und die Arbeitsmönche, die sogenannten Konversen. Alle Mönche legten das Gelübde, die Profess ab.

 

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